Nahtzugabe einzeichnen mit diesem Tipp ganz einfach

Schnittmuster fertig zusammengesetzt – Wie geht es weiter?

Im letzten Beitrag habe ich Dir gezeigt, wie Du e-Book Schnittmuster ganz einfach zusammensetzen kannst. Aber wie geht es nun weiter?

In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie ich mit meinen Schnitten weiter verfahre.

Nahtlinie nachzeichnen

Tipp: Nahtlinie farbig nachzeichnen

Wenn Du noch nicht so oft mit Schnittmustern gearbeitet hast, kann es hilfreich sein das Schnittmuster in deiner Größe farbig nachzuzeichnen.

Das hilft Dir auch dann die richtige Linie zu finden, wenn die Nahtlinien sehr dicht zusammenliegen oder sich sogar kreuzen.

Falls Du nicht auf dem Schnittmusterbogen weiterarbeiten möchtest, kopiere das Schnittmuster jetzt auf Folie oder Schnittmusterpapier. Tipp: Maler- oder Baufolie sowie Backpapier funktionieren genauso gut!) Durch die farbige Linie ist das Übertragen einfacher! Übernimm auch alle Passezeichen und die Linie oder den Pfeil für den Fadenlauf! Nur so kannst Du später die Schnittmusterteile richtig auf den Stoff legen.

Wenn Du das Schnittmuster auch in anderen Größe benötigst, verwende einfach einen radierbaren Stift. 

Ich möchte diese Hose in Größe 152 nähen. Die entsprechende Linie habe ich in rot nachgezeichnet.

Nahtzugabe Einzeichnen

Damit dein genähtes Einzelstück auch wirklich so sitzt, wie es der Schnitt vorsieht, benötigst Du eine Nahtzugabe. Wie viel du nimmst, ist Geschmacksache. Für Jersey werden häufig 0,7cm – 1,5 cm empfohlen. Im Schnittmuster gibt es oft Empfehlungen für die Nahtzugabe. 

Ich arbeite immer mit einer Nahtzugabe (NZ) von 1cm. So kann ich später die 10er Markierung auf der Stichplatte der Nähmaschine als Orientierung nutzen.

Tipp: Nahtzugabe auf dem Schnittmuster einzeichnen

Ich zeichne die Nahtzugabe grundsätzlich in das Schnittmuster ein. Dabei ist es egal, ob ich das wie hier auf dem Schnittmusterbogen mache oder das Schnittmuster mit Folie oder Schnittmusterpapier kopiert habe.

Nähen ohne Nahtzugabe: Nahtzugabe einzeichnen

Praktisches Helferlein: Geodreieck

Da ich die Nahtzugabe im Schnittmuster und nicht auf dem Stoff einzeichne, kann ich das ganz einfach mit Bleistift und Geodreieck machen. Damit die Linien besser zu erkennen sind, habe ich im Folgenden einen grünen Stift genutzt. So kannst Du besser erkennen, was ich mache.

Das Geodreieck verfügt über diese praktischen Linien im 5mm Abstand. Ich lege also das Geodreieck mit der gewünschte Breite für die Nahtzugabe an die Nahtlinie und zeichne diese dann nach. Bei geraden Linien wie hier an der Tasche geht s´das einfach und schnell.

Nahtzugabe einzeichnen

An Rundungen markiere ich die Nahtzugabe einfach mit kleinen Strichen und verbinde diese später zu einer durchgezogenen Linie.

Falls dein Schnittmuster einen Saum enthält, trage hier die Saumzugabe an. Diese ist häufig breiter als die Nahtzugabe. Ich verwende meist zwischen 2,5cm und 3cm.

Du hast an alle Schnittteile die Naht- und ggf. Saumzugabe eingezeichnet? Perfekt!

Dann kannst Du jetzt die Teile ausschneiden, auf den Stoff legen und einfach ausschneiden. Jedesmal, wenn Du ab jetzt mit dem Schnittmuster arbeitest, kannst Du gleich den Stoff zuschneiden. Das erneute Anzeichnen der Nahtzugabe entfällt, da sie ja schon in deinen Schnittteilen enthalten ist.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Nähen!

Hinterlasse mir gern ein Kommentar mit deinen Erfahrungen oder Fragen.

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[Werbung, unbezahlt] Als Schnittmuster habe ich hier das Freebook Speckbeinjoggers Big von Knuddelmuddi verwandt.

 

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